Je nach Belastungsanforderungen der Anwendung, den Genauigkeitsanforderungen des Gelenks und den Platzverhältnissen können verschiedene Lagertypen für Robotergelenke ausgewählt werden. Die folgende Liste gibt an, wann welcher Lagertyp für das jeweilige Gelenk ausgewählt wird.
1. Kugellager (Radial- und Winkelkontakt)
Kugellager eignen sich für Anwendungen mit: geringen bis mittleren Belastungen, hohen Drehzahlen und geringer Reibung.
Anwendungen: Allgemein einsetzbare Robotik, Elektromotoren und Gelenke, die eine gleichmäßige, kontinuierliche Rotation erfordern.
Präzisionsvorteil: Präzisionskugellager zeichnen sich durch eine hervorragende Rotationsgenauigkeit aus und sollten beim Bau kompakter Gelenke in Betracht gezogen werden.
2. Rollenlager (Zylindrisch und konisch)
Kann ausgewählt werden, wenn: Hohe Radiallasten oder kombinierte Radial- und Axiallasten erheblich sind und Teile des Betriebs moderate Geschwindigkeiten erfordern.
Anwendungen: Hochleistungs-Roboterarme, schwere Industriemanipulatoren und Getriebe.
Vorteil in Bezug auf die Haltbarkeit: Durch den größeren Oberflächenkontakt können die Rollenlager während des Betriebs deutlich höheren Kräften standhalten und weisen gleichzeitig eine längere Lebensdauer auf.
3. Kreuzrollenlager
Kann ausgewählt werden, wenn: Sehr hohe Präzision, Steifigkeit und Belastbarkeit. (Axial-, Radial- und Momentenbelastung gleichzeitig) Sie sind alle von größerem Wert oder von größerer Bedeutung.
Nützlich für: Hochpräzisionslager werden für Roboterhandgelenke, Hände, Drehtische, medizinische Roboter, bildgesteuerte Systeme usw. verwendet.
Platzersparnis: Kreuzrollenlager sind kompakt und können multidirektionale Belastungen bei minimalem Platzbedarf aufnehmen.
Jede Lagerart hat bestimmte Vor- und Nachteile hinsichtlich Tragfähigkeit, Präzision, Größe und Drehgeschwindigkeit. Das Verständnis der am besten geeigneten Lagerart für die von Ihnen entwickelte Anwendung ist entscheidend für die optimale Leistung Ihres Roboters.