Welche Arten von Rückmeldesensoren gibt es neben Encodern und Resolvern?
Moderne Automatisierungs- und Robotiksysteme nutzen eine Vielzahl von Sensoren, um präzise Rückmeldungen für die Steuerungssysteme zu liefern. Obwohl Drehgeber und Resolver am häufigsten eingesetzt werden, spielen viele andere Sensortypen eine entscheidende Rolle bei der Überwachung von Bewegung, Kraft, Druck und Umgebungsbedingungen. Die Auswahl des richtigen Rückmeldesensors gewährleistet optimale Systemleistung, Sicherheit und Zuverlässigkeit.
- LVDT (Linearer variabler Differentialtransformator): Berührungsloser Sensor für präzise lineare Wegmessung; weit verbreitet in der Luft- und Raumfahrt und Automatisierungstechnik.
- Drehzahlmesser-Sensor: Messen der Drehzahl von Motoren/Wellen; Bereitstellung eines analogen oder digitalen Ausgangssignals zur Drehzahlregelung.
- Kraftsensoren (Wägezellen): Erfassung von Kraft, Gewicht oder Belastung; häufig in der Robotik und Materialprüfung eingesetzt.
- Beschleunigungsmesser: Messung von Beschleunigung und Vibration; wird in der Maschinenüberwachung, in Fahrzeugen und Geräten eingesetzt.
- Kreisel: Bereitstellung von Winkelgeschwindigkeitsdaten; unerlässlich in der Navigation, bei Drohnen und in der Robotik.
- Drucksensoren: Gas- oder Flüssigkeitsdruck erkennen; verwendet in HVAC, Hydraulik und Fluidsysteme.
- Temperatursensoren: Thermoelemente, RTDs, und Thermistoren überwachen die Wärmeentwicklung in der Fertigung und in der Elektronik.
- Näherungssensoren: Erkennung des Vorhandenseins/Nichtvorhandenseins von Objekten für Automatisierungs- und Sicherheitssysteme.
- Hall-Effekt-Sensoren: Erkennung von Magnetfeldern zur Positions-/Geschwindigkeitsbestimmung; wird häufig in Motoren und Fahrzeugen eingesetzt.
- Dehnungsmessstreifen: Messen Sie mechanische Belastungen in Bauwerken und in der Luft- und Raumfahrt.
Diese Sensoren ergänzen oder konkurrieren mit Encodern und Resolvern, je nach den Anwendungsanforderungen hinsichtlich Genauigkeit, Zuverlässigkeit und Leistung.
Welche spezifischen Größen messen diese Sensoren?
Sensoren sind so konzipiert, dass sie bestimmte physikalische Größen erfassen und diese in messbare Signale für Steuerungs- und Überwachungssysteme umwandeln.
- Temperatursensoren: Messen Sie die Temperatur; die Ergebnisse werden in °C, °F oder K angegeben.
- Drucksensoren: Erfassung des Drucks von Gasen/Flüssigkeiten; angegeben in Pa, bar oder PSI.
- Näherungssensoren: Messen Sie Abstände berührungslos mithilfe von Infrarot-, Ultraschall- oder kapazitiver Technologie.
- Beschleunigungsmesser: Erkennung von Beschleunigung, Vibration oder Stößen; gemessen in m/s².
- Kreisel: Messen Sie die Winkelgeschwindigkeit; angegeben in °/s oder rad/s.
- Lichtsensoren: Erfassung der Lichtintensität; die Ergebnisse werden in Lux oder Lumen angegeben.
- Feuchtigkeitssensoren: Messen Sie die Luftfeuchtigkeit; dargestellt als%RH.
- Gassensoren: Erfassung der Gaskonzentration; Angabe in ppm.
- Magnetsensoren: Messen Sie Magnetfelder; angegeben in Gauß oder Tesla.
- Schallsensoren (Mikrofone): Erkennung von Schallpegeln; gemessen in dB.
Diese Sensoren werden in den Bereichen Automatisierung, Umweltüberwachung, Industriesteuerung und Unterhaltungselektronik eingesetzt, um eine präzise Datenerfassung und eine zuverlässige Systemleistung zu gewährleisten.
Wann würden Sie einen LVDT oder einen Tachometer für die Rückmeldung verwenden?
LVDT es wird ausgewählt, wenn Sie eine hochpräzise, berührungslose Messung linearer Wegstrecken benötigen – beispielsweise bei der Positionsrückmeldung von Hydraulikzylindern, in Materialprüfmaschinen oder Präzisionsmontageanlagen.
Drehzahlmesser-Sensor es eignet sich für die direkte Drehzahlerfassung in Echtzeit bei der Motorsteuerung, der Förderbandüberwachung oder allen Anwendungen, die eine geschlossene Drehzahlregelung und einen Überdrehzahlschutz erfordern.
Wie ermöglichen Kraftsensoren eine Kraftregelung im geschlossenen Regelkreis?
Ein Kraftsensor misst die tatsächlich ausgeübte Kraft und sendet dieses Signal an die Steuerung, die es mit dem gewünschten Sollwert vergleicht. Die Steuerung passt anschließend die Ansteuerbefehle des Aktuators (Strom oder Druck) an, um jegliche Abweichung zu beseitigen. Dieser kontinuierliche Zyklus aus Messen, Vergleichen und Korrigieren gewährleistet eine präzise und konstante Kraft bei Aufgaben wie der Roboterfertigung, der Drehmomentregelung beim Schrauben oder der Druckregelung in Dichtungsprozessen und schützt so sowohl Werkzeug als auch Werkstück.